Forum - Die "Eigene Meinung" - und wie man damit umgehen sollte

Die "Eigene Meinung" - und wie man damit umgehen sollte
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Selbstbewußtsein statt Profilierungs-Sucht

Soll man mit anderen diskutieren - seine Ansichten vertreten?

Ich habe natürlich eine eigene Meinung - in fast allen Bereichen. Und die ist gewachsen und gefestigt.

Doch: Ich lasse mich auch "belehren" - lerne gerne Neues dazu - gebe dann auch alte Ansichten auf.

Nur: Derjenige muß sehr gut sein! Muß überzeugend argumentieren können. Sonst geht er mit meiner Meinung von dannen.

Denn ich kann meine Ansichten klar und deutlich, notfalls auch offensiv, vertreten - lasse mich nicht von aufgeblasenen Wichtigtuern und Titeln verleiten, ihre Dummheiten zu meinen Ansichten werden zu lassen.

Die Zeugen Jehovas würde ich mit Leichtigkeit von meiner Welt- und Religions-Sicht überzeugen - aber ich warne sie ganz freundlich vor mir - und wünsche ihnen einen schönen Tag - und sie gehen mit Freude, weil ich mir Zeit für ein paar nette Worte und einen Gruß nehme.
Warum sollte ich ihr Leben durcheinanderbringen - sie haben es sich ja so gewählt?! Sie können ja nichts dafür, daß sie "Unsinn" hinterher laufen - es ist "Ihre Wahrheit", die sie eben glücklich macht - und das zählt.

Also warte ich meistens, bis man mich fragt - dann muß man sich aber auch mit meinen Argumenten auseinandersetzen.

Nein - ich will nicht überzeugen, keinen überreden - gar bekehren. Auch wenn "ich es besser weiß" - denn was nützt es mir, den anderen "durcheinander zu bringen"?!

Sehe ich aber, das jemand "in Not ist" - und von seiner Umgebung mit falschen Argumenten gequält wird - werde ich wohl eingreifen - meine Ansichten als Alternative für anstehende Entscheidungen anbieten. Mehr nicht. Wirklich nicht darauf beharren.

Aber das ist heutzutage ja das Dilemma - gerade auch bei Kranken: Ihnen fehlen die Hinweise auf weitere Möglichkeiten - sie gehen im einseitigen Meinungsterror unter und meinen, im Hauptstrom mitschwimmen zu müssen - auch wenn sie spüren, daß er ihnen die Beine wegreißt.

Ganz praktisch - gerade erlebt - will man meinem Steuerberater zwingend eine Chemobehandlung aufzwingen. Da zu schweigen - alternative Wege nicht zu erwähnen - würde mich doch "Mit-Schuldig" an der geplanten Körperverletzung machen - oder?!

Jetzt geht er zu weiteren Ärzten - hat aber erst einmal gestaunt, was es noch für Alternativen gibt, über die er nie informiert wurde...

 

 

 

Bild 27.02.2014, 12:34
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