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Beziehung zwischen spirituellen und nicht spirituellen Menschen
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Ich schildere euch anhand meiner Geschichte kurz was mir aktuell passiert ist.

Hallo an alle,

Ich habe mich hier angemeldet, da meine Freundin sehr spirituell ist und ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.Ich werde nun kurz meine Geschichte erzählen und dann meine Fragen an euch richten. (Ich beschäftige mich aktuell sehr inteniv mit meinem inneren Kind)

Kurz zu mir:

Ich bin 30, ein sehr netter aufgeschlossener, ehrlicher, romantischer, humorvoller Mensch. Ich kann jeden Menschen genauso akzeptieren,respektieren und lieben wie er ist. Ich rede über andere nicht schlecht, oder verurteile das was sie tun.

Kurz zu Ihr:

Ein sehr netter, aufgeschlossener, herzlicher, ruhiger, ehrlicher Mensch. Sie braucht viel Abstand , da sie sich sehr viel mit sich selbst beschäftigt und vieles auf Ihrem weg zu Ihrem wahren Selbst, zu klären hat.

 

Meine Geschichte:

Wir haben uns vor ca 8 Monaten beim Ausgehen kennengelernt. Es fühlte sich alles sehr passend an, mit der Zeit sogar sehr verliebt . Wir haben sehr oft über alles geredet, das Leben, unsere Einstellung zum Leben, Ziele , was wir erlebt haben usw.

Diese Gespräche waren wirklich wundervoll, schöne Musik, Kerzen, Räucherstäbchen, Wein , es waren immer total besondere Momente. Wir fanden uns zunehmend interessanter, wir entwickelten schnell wirkliche Gefühle. Eines Tages fragte sie mich, ob ich mir mit allem sicher sei, sie sei ein sehr komplizierter Mensch, ich könnte das jetzt noch nicht verstehen , aber es wird sehr sehr schwierig mit ihr.

Ich konnte mir nicht annähernd etwas darunter vorstellen, was bei zwei sich liebenden Menschen so schwierig sein könnte und ich habe gesagt , ganz egal was es ist, ich will das!

Man sollte noch erwähnen: Sie hat zwei Kinder aus einer vorherigen Beziehung (sehr Kurze Beziehung) , war einmal sehr Depressiv und hat deshalb den spirituellen Weg zu sich Selbst gewählt. Heilen durch Schmerz usw. Ihr kennt das sicher alles.

Sie fand das anfangs total schön , sie konnte nicht glauben das ein Mann das alles einfach so annehmen konnte. Sie, auf ihrem besonderen Weg , mit ihrer besonderen Vergangenheit, mit zwei Kindern usw. Ich habe mich total geöffnet, den Kindern gegenüber, der Spiritualität, einfach allem. Das war alles etwas ganz neues für mich , ich empfand das alles als überaus interessant und absolut nicht seltsam. Ich fing sogar an mich selbst dafür zu interessieren, las Bücher darüber und beschäftigte mich mit diesem Thema. Ich persönlich fand es als nichts besonderes, ich hatte mich entschieden, für all das , egal wie schmerzhaft oder anstrengend es werden würde, ich wusste ich würde zu 100%iger Verantwortung meiner Entscheidung gegenübertreten. Wir wollten es beide und wir haben uns dafür entschieden.

Nun nach einiger Zeit entwickelte sich alles anders. (Man sollte noch erwähnen, dass wir niemals großartig vorwurfsvolle Streitgespräche ausgetragen hatten.)

Es waren sehr schöne Tage/Momente dabei, wobei man sagen muss, die meiste Zeit war anstrengend. Sie wollte mich oft nicht sehen, sie schien oft abwesend zu sein, konnte weder persönlich noch am Telefon mit mir reden. All unsere Beziehungsthemen wollte sie über Text bereden. Die kleinsten, absurdesten Dinge störten sie plötzlich an mir und sie nahm all dies zum Anlass, zu glauben, dass diese Beziehung vielleicht doch nicht passend sei. In Bezug auf Ihre Arbeit, war dies alles ein ständiges hin und her, ein auf und ab , ein "ja ich fühle es" und plötzlich wieder ein "ah, nein ich fühlte es doch nicht". Es kam der Tag an dem sie es beendete. Ich hatte damit zu kämpfen, aber nach all dem hin und her versuchte ich Ihre Entscheidung zu akzeptieren. Eine Woche später , ich mitten meiner Abfindungsphase, schrieb Sie mir , dass alles ein riesen Fehler war, sie will das alles, sie will mich , sie will unsere Zukunft. Ich habe mich natürlich sehr gefreut. Wir haben uns getroffen, darüber geredet. Sie sagte , sie kann es nun ganz deutlich spüren, es sei so ein tolles Gefühl, es würde niemals wieder so kommen wie es war. Sie bliebe zwar schwierig , aber sie versichert mir das sie es diesmal wahrhaftig spürt und sich absolut sicher ist. Wir haben uns aufgrund dieses Gespräches , für einen Neuanfang entschieden.

Es war zu Anfangs zu schön um wahr zu sein, alles fühlte sich so echt, so neu, so schön an. Sie lachte , freute sich auf unsere Treffen , wir unternahmen viel mit den Kids. Dann wurde sie schwanger. Es war nicht geplant, aber wir wussten beide das wir uns definitiv in keiner Hinsicht dieser Verantwortung entziehen und wir wollten es beide. Zu Anfangs war sie viel mit sich beschäftigt, dann aber ,wie aus dem heiteren Himmel freute sie sich so extrem auf unsere Zukunft und all das was jetzt ist. Wir schmiedeten Pläne und wollten zusammenziehen.

Das hielt leider nur sehr kurzweilig an. Sie versank in sich, sie wollte immer weniger Kontakt, sie sagte mir ganz offen dass sie eine Abneigung verspürte, sie aber nicht weiss warum. Sie wollte nicht in die Rolle der Hausfrau gedrängt werden, von mir abhängig sein. Sie sagte auch einmal dass sie unsere Beziehung niemals leichtfertig wegwerfen würde, wenn sie allerdings jemanden kennenlernen würde wo es besser passt, könnte sie mir nicht versichern , ob sie sich dann nicht für den anderen entscheiden würde. Der Groll gegen mich wurde am Ende so groß dass sie sagte , wenn das Kind nicht unterwegs sei, würde sie es sofort beenden.

Ich blieb all die Zeit stehen, ich versicherte Ihr dass ich immer da bin, egal was passiert, ich ihr jeden Freiraum lasse den sie braucht. Doch an diesem Tag sagte ich ihr, dass ich es beende. Ich wollte nicht mit einer Frau zusammen sein, die nur Abneigung spürt, die sich nicht auf unser zusammentreffen freut, sich nie sicher ist ob sie das alles wirklich möchte. Sie sagte dass es wohl das beste sei, da sie einfach nichts spürt und sich und alle anderen nicht weiter belügen möchte. Sie sagte sie kann nur für das JETZT entscheiden, sie weiss nicht wie alles kommt und das es sehr wohl wieder so kommen kann dass wir uns wieder einander annähern. Genauso gut kann es aber auch sein dass es nicht wieder so kommt. Nun hat sie sie so extrem abgekapselt, dass ich werder von ihr noch von dem kleinen, heranwachsenden Wesen viel mitbekomme.

Ich habe sie gesehen wie sie wirklich ist, wer sie wirklich ist und ich habe mich genau in diese Person so unglaublich verliebt. Von der rosaroten Brille kann hier nichtmehr die Rede sein. Ich spüre einfach soviel Liebe, ich möchte das alles so sehr . Ich möchte das alles so sehr weil ich etwas echtes in all dem sehe . Ich habe mich zwar getrennt, aber es war meines erachtens eine kurzschlussreaktion, weil ich nicht fassen konnte , dass obwohl sie sagte, dass das alles niewieder so kommt und sie sich so sicher ist , sie nun doch wieder alles hinschmeißen würde. Mich plangen aktuell sehr große selbstzweifel. Habe ich alles richtig gemacht? Warum möchte sie das alles jetzt doch nicht? Sie war sich doch so sicher?! usw.

 

Das war die Kurzfassung meiner Geschichte. Nun zu meinen Fragen.

 

Kann das alles daran liegen, dass sie sich auf Ihrem spirituellen Weg zu sich selbst befindet, dabei ist riesige Themen aufzulösen und mit allem (einer Beziehung zu einem Zweiten) überfordert ist?

Kann es auf ihre dmaligen Depressionen zurückzuführen sein?

Ist eine Beziehung zwischen spirituell weiter und nicht so weit entwickelten Menschen überhaupt möglich?

Aktuell habe ich große Angst, dass es vielleicht wegen einem anderen Mann sein könnte?!

 

Abschließend möchte ich noch betonen, dass ich hier nicht hören möchte wie grausam Sie doch ist. Ich werte all Ihre Aussagen als überaus ehrlich! Eine , wenn nicht die größte Bedingung einer Partnerschaft. Ich möchte von euch ehrliche Antworten, Ratschläge, Kritiken oder auch Fragen.

 

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Für eure Beiträge bin ich euch überaus dankbar!

 

Bild 17.12.2015, 23:11
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