Forum - Geld und Esoterik
Geld und Esoterik
Zwei Welten treffen sich - und machen es einem nicht leicht
Tue Gutes und laß dich auch gut dafür bezahlen! Tja - sicherlich so nicht: Es würde bedeuten, daß man sich mit den Esoterik-Methoden beschäftigt, sie beherrschen und anwenden lernt - schließlich zu besonderen Fähigkeiten gelangt. Und die positiven Wirkungen, die man dann bei anderen bewirken kann, läßt man sich nun bezahlen. Also: Dafür, daß man seine Ideale lebt, bekäme man Geld - kann das gut und richtig sein? Betätigt man sich in der Esoterik um einmal damit Geld zu verdienen, dann kann man vielleicht kleine Erfolge erzielen- aber nur anfänglich, da das eigene Ich den Entwicklungs-Betrug mit entsprechendem negativen Resultat beantwortet: Diese fehlgeleitete innere Entwicklung wird sich in einer schwierigen Bewährungsprobe im Alltag finden: Die Freude am finanziellen Gewinn wird durch andere Belastungen nicht aufkommen können. Esoterik also ohne Geld? Nein, das ist auch nicht gemeint - dann sollte man ins Kloster gehen - und auch da verdient man sich ja seinen Lebensunterhalt durch tägliche Arbeit! Wie in unserer Gesellschaft notwendig, muß man für jede Leistung auch etwas bekommen, um seine täglichen Ausgaben bestreiten zu können! Sagen wir es so: Die aufgewendete Zeit muß ab einer bestimmten Grenze honoriert werden - gelegentliche unentgeltliche Hilfe ist ja wohl selbstverständlich. Oder lassen Sie sich gerne ausnutzen - von Leuten, die Ihre Hilfe z.B. nur suchen, weil sie zu bequem für eingene Anstrengungen sind? So wie Leute, die sich der Esoterik bedienen, wie wenn sie eine Tablette gegen Kopfschmerzen nehmen, nur um nicht mit dem Alkohol aufhören zu müssen? Gilt nicht auch: Ich kann eine für mich erbrachte Leistung besser annehmen, wenn ich "nicht in der Schuld" des anderen verbleibe - einige interessante Lernprozesse ...
Geld und Esoterik - Ein Bespiel
Eine junge Frau fand Hilfe beim Mann ihrer Freundin, der ihr in der Küche den Kühlschrank reparierte. Es war nur eine Arbeit von einer Stunde und er wollte kein Geld für seine Hilfe. Jetzt war wieder etwas kaputt - und sie fand niemanden, der ihr bei der Reparatur helfen könnte. Auf die Frage, warum sie nicht den früheren Helfer anspreche, sagte sie nur: "Den kann ich doch nicht schon wieder fragen, er hat doch kostenlos gearbeitet - ich kann ihn doch nicht schon wieder ausnutzen". Das besondere bei dieser Geschichte: Sie ist eine gottbegnadete Heilerin - und nimmt kein Geld - es ist ihr unangenehm. Sie will nicht am Leid anderer verdienen. Und: Sie wundert sich, daß die meisten nicht noch einmal zu ihr kommen. Nur die, die sich wie "Schmarotzer" aufführen - und z.B. geliehenen Bücher nicht zurückgeben und gekaufte Kristalle mit dubiosen Ausreden nicht voll bezahlen. Aber: Sie sieht in diesen beiden Situationen keinen Zusammenhang, keinen Bezug zu sich selbst. Sie müßte ja eine wesentliche Lebenseinstellung ändern: Akzeptieren, daß sie eine Leistung für andere bringt - und damit auch das Recht auf einen Ausgleich hat - sei es auch nur eine Entschädigung für die aufgewendete Zeit. Gerade dieser Ansatz: Entlohnung für die benötigte Zeit ist doch ein sinnvoller Ansatz. Da muß sich keiner schlecht fühlen. Denn wenn ich vielen Menschen helfe, bleibt mir doch gar keine Zeit mehr, sich um meine eigene Existenz zu kümmern. Und das ist doch des "Guten" etwas zu viel, oder?!? Darum für die "Übergangs-", für die "Lern-" Phase vielleicht der sinnvolle Vorschlag, erst einmal eine hübsche Sparbüchse hinzustellen - mit einem mündlichen Hinweis auf Spenden, wenn das Thema Bezahlung angesprochen wird. So ist allen geholfen - und man nimmt den Hilfesuchenden das unangenehme Gefühl, den Heilenden auszunutzen. Und: Sie "können" dann auch wiederkommen ...
Bewertung:
|
|