Forum - Witwen - schlimmer als je vorstellbar

Witwen - schlimmer als je vorstellbar
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Eine fast unlösbare Problematik

Ich wünsche es keinem, in so eine Situation jemals in seinem eigenen Leben oder bei einem Partner zu kommen!

Gut - schlimmer geht es wohl nicht, als einen geliebten Partner zu verlieren - gar über Jahre sein Sterben hilflos mitzuerleiden.
Ja - und das ist der Punkt: Die Übernahme des Leides und der vergehenden Hoffnung - gerade Frauen "leben" das Partner-Schicksal bis in den Tod extrem mit - können sich nicht mehr lösen - meist "nie mehr"!

Nun – man kann so eine "Witwe" schon über diese Abhängigkeiten und negativen Auswirkungen aufklären - aber eine sehr große Aufgabe steht für sie dann noch an - ganz alleine zu bewältigen:

Sie muß sich von ihrem verstorbenen Mann lösen!

Ein einfacher Satz - aber so nicht umsetzbar.

Ich ahnte auch nie im entferntesten, wie sehr so eine Sterbe-Erlebnis ein Leben zerstören kann – ein Witz, was Psychologen und andere „Fachleute“ dazu an eingebildetem Unsinn reden und dann auch noch therapieren – eigentlich alle ein Fall für ein Leben hinter Gitterstäben, wegen Körperverletzung aus vorsätzlicher Dummheit und Unfähigkeit…

Ich mußte damals „gefühlsmäßig“ in diese Abgründe mit hinein – beobachten und verstehen – auch das Erkennen des „Reduzierens einiger Körperfunktionen“, weil diese Personen „das Sterben auf allen Ebenen übernommen haben“ – der Körper negativ „programmiert“ worden ist… - eben auch organisch!

Klingt nicht nur hoffnungslos - ist es meist auch wirklich.

Und - wie ist das mit einem "Funken Hoffnung" - hilfreichen Methoden?

Tja - was geschehen muß, ist schwierig - allein von der Vorstellung, erst recht von der Umsetzung:

Diese Personen leben ihre Gefühle in einer Welt der Vergangenheit - können somit in ihrer Gegenwart "keine Liebe leben" - wirklich, diese Emotionen existieren nur noch für den Verstorbenen - weshalb sie immer wieder aus Gesellschaft in ihre Ruhezonen flüchten, um dort aus der Vergangenheit "aufzutanken".

Helfen kann eigentlich nur eine Art Schockbehandlung - wie dieses Beispiel zeigt:

Interessant ist als Allerwichtigstes, der Person eine mögliche "glückliche Zukunft" zu vermitteln - ihr diese greifbar und auch für sie erreichbar zu zeigen - und daß sie garnicht so weit weg mehr ist...

Also ist es möglich, Glücksgefühle so in der Zukunft neu zu gestalten, die völlig frei von den Liebesgefühlen zu dem Verstorbenen sind - weil man diese alten ja täglich in seine Gegenwart holt - sie "somit versorgt sind" - und nicht durch die Emotionen aus einer möglichen Zukunft gefährdet werden!

Umgekehrt kann so eine Witwe keine Liebesbeziehung in der Gegenwart leben - das "WIR" einer Partnerschaft ist ausgeschlossen, wirklich vollständig - das "zu lebende WIR" ist "besetzt" durch den Toten aus der Vergangenheit.

Da sie aber aktiv Liebe leben möchte, orientiert sie sich auf Zukunfts-Träume und -Hoffnungen - ein erster erfolgsversprechender Hilfsschritt. Und dann wird es richtig unangenehm - nicht sehr schön und wirklich nicht nett, im Gegenteil - aber notwendig:

"Man(n) muß sie fallen lassen, komplett"

- so daß sie mit der realen Leere der Gegenwart konfrontiert wird - so geschockt, daß sie "vielleicht" anfängt, sich zu wehren - gegen die Fesseln aus der Vergangenheit - die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft nicht mehr aufgeben will.

Dieses "vielleicht" ist aber wirklich nur eine Chance - mehr nicht. "Den Toten in die Vergangenheit zurück schicken", ist die große Aufgabe - sich von seiner festgehaltenen Liebe lösen, um selbst wieder frei zu werden, die Liebe eben im "Jetzt" zu leben.

"Dem Leben wieder einen Wert zu geben" - darauf läuft es hinaus!
Dieser Wert, der durch den erlittenen Todesfall vollkommen verloren ging - nichts kann diesen Verlust ersetzen - außer ein zukünftiges, ganz neues und anderes  Glück!

Und nicht als Ersatz - nein, nur als Ergänzung - vorsichtig, ihr nichts versuchen "auszureden", das bewirkt das absolute Gegenteil und mobilisiert all die Kräfte, die sich damals gegen das Sterben-Ausgeliefertsein auftaten - mit all der Kraft der Verzweiflung.

Wenn man es aber nun leider nicht schafft - nicht in der Zukunft die Kraft findet?
"Dann stirbt der Körper" - ganz einfach ausgedrückt - und wirklich leicht zu verstehen.

Wenn man also in der Gegenwart keine Liebe lebt, leben kann - tja, dann bezieht sich das auch auf einen selbst - die Liebe als aktive Kraft des "Jetzt" fehlt, auch eben als Selbstliebe. Und damit reduzieren sich die Abwehrkräfte weiter und weiter ... - man muß das nicht weiter ausmalen - die "Todes-Programmierung" wird mit Sicherheit erfolgreich sein.

 

 

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Admin« (16.01.2014, 23:11)

Bild 16.01.2014, 22:53
Muß die Therapie so grausam sein?
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Ja - man kann sich so eine "Methode" eigentlich in der Praxis nicht wirklich vorstellen - das stimmt.

Erst also mit einer "Witwe" eine neue, glückliche Zukunft planen, sich mit ihr darauf zu freuen - hierbei eine faszinierende Zukunft schon richtig Wahrheit werden zu lassen!

Und - wirklich - dann "sie" - die Frau und die Zukunft - beide bewußt fallen lassen. Aus. Vorbei.

Wer kann schon so grausam und rücksichtslos sein, das nicht nur der "Witwe", sondern auch sich selbst anzutun - ein echtes Trauma, wohl für beide.

Nun - ganz ruhig, einfach mal genauer hingeschaut:

Welche Möglichkeiten, Alternativen gibt es denn?

- die Witwe arbeitet an sich, wird es aber nie schaffen - das ist sicher.

Also:

Ohne diese Schock-Behandlung wird sie nie Liebe leben können, wird der Programmierung erliegen - es wird also für keinen diese wundervoll geplante Zukunft geben.

Mit der Schock-Behandlung gibt es wenigstens die Chance, daß sie den Schritt aus der Vergangenheit schafft - und die geplante Zukunft wird sogar noch schöner!

Was auch für den Begleiter so unendlich schwer sein wird, ist aber doch seine einzige Chance - oder? Und er wird dafür richtig gut belohnt...

Denn: Sie muß ein neues Leben beginnen - und das ist auf jeden Fall absolut unbelastet und frei!

Darum - so wird es vielleicht verständlicher - ist dieser Schritt so groß und schwer: Das NEUE LEBEN ist ein Muß...

 

Bild 16.01.2014, 23:38
Woran kann man das "Witwe"-Syndrom erkennen?
# 3 Zum Seitenanfang

 

Hmmh - wer sich schon mit Borderlinern beschäftigt hat, wird hier eine ganz neue Rollen-Darstellung erkennen - nein, es hat nichts mit dieser Erkrankung zu tun, ist aber auch ein "Spielen".

 

Diese total blockierten Witwen können also nicht ihre Gefühle leben - weil diese eben in der Vergangenheit festhängen.
Um aber "nicht aufzufallen", spiegeln sie die Aktivitäten des Mannes, der sich um sie bemüht - beantworten alles von ihm mit einer eindrucksvollen Hingabe, daß man denkt, die ideale Frau vor sich zu haben.

Ja - aber nur bis zu der letzten Grenze, wo man körperliche Gefühle nicht simulieren kann - der Körper dann eben ohne eigene Gefühle nicht mehr auf das Äußere reagieren kann: Sie sind blockiert, verschlossen.

 

Also - zusammengefaßt: Weitgehend ohne jegliche eigene Initiativen - wirklich alles dem Partner überlassend. Eigentlich perfekt anpassungsfähig und anschmiegsam. Eben so, wie sie meinen, "ihre Rolle" spielen zu müssen, um den Partner nicht zu enttäuschen.

Und - man merkt es dann aber doch auch anders: Sie können nur bis zu einer bestimmten Grenze gehen!
Wird der Partner zu liebevoll und erreicht in ihr tiefere Gefühle, müssen sie abblocken, abbrechen - denn "da geht zu weit", sie würden ja mehr zeigen, als sie dürfen: Denn Gefühle gehören allein dem geliebten Toten, den sie nicht verraten können.

Je näher man intensiver Zweisamkeit kommt, desto gefährlicher wird es für die "spielende Witwe" - sie muß immer häufiger auf Distanz und Abkühlung gehen, um sich nicht zu verlieren.

Gerade das ist jedoch der Weg "zur Heilung" - zusammen mit einer fundierten gemeinsamen Zukunftsperspektive - hier Emotionen in die Gegenwart zu holen. Nun - wenn sie nicht permanent weglaufen würde... - Angst vor dieser gefährlichen Nähe hätte...

Mit etwas "äußerer Betrachtungsweise", erkennt man also Ihr ganz spezielles Rollen-Spielen - als rein passive Reaktion auf all die Zuwendungen, die sie scheinbar genießt und braucht. Auch diese Frauen haben ein Bedürfnis nach Liebe - können aber nichts entsprechendes zurückgeben - zeigen deshalb im Verhalten das, was sie denken, daß der Mann das als eine Liebesreaktion anerkennen würde.

Also perfekt weich und anschmiegsam - in diesen Punkten der Traum eines jeden Mannes. Nur eben ist alles nicht echt. Aber vielen reicht es eben, weil auch die meisten nicht wissen, was Liebe wirklich ist, wie man Liebe "fühlt"...

Aus all dem erklärt sich auch die oben beschriebene "Therapie"-Idee. Diese radikale Beziehungs-Trennung ist nötig, um ihr die Chance "zur Entscheidung" zu geben:

Wenn sie schließlich erkennen sollte, daß sie doch im Jetzt und in der Zukunft ein neues Glück leben will, dann macht sie auch selbst wieder einen "aktiven Schritt" - geht von sich aus auf den Partner zu!

Also heraus aus der Passivität - muß nicht länger eine Rolle spielen - es ist geschafft...

 

... bei einer Wahrscheinlichkeit von 30% eben nur eine kleine Hoffnung...

 

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Admin« (27.01.2014, 02:42)

Bild 27.01.2014, 02:02
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