Forum - Frauenrolle

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Frauenrolle
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Eine nicht unproblematische Sichtweise (für Männer)

"...Beziehungsprobleme sollen leichter zu lösen sein, wenn man die Geschlechterrollen nicht mehr berücksichtig. Und man grundsätzlich davon ausginge, daß Frauen faszinierende Geschöpfe sind - und das sollten sie auch bleiben, egal welchen Beruf sie ausüben..."

Was für eine Aussage! Wenn das nur so einfach wäre ...: vergessen von "Geschlechterrollen" - was für ein interessanter Begriff - und von "faszinierenden Geschöpfen", die die Frauen trotz Berufsalltags bleiben sollen - das ist fast schon ein Widerspruch, oder?!

Denn - gerade in der heutigen harten Berufswelt müssen auch Frauen oft "ihren Mann stehen" - in meiner Meinung nach oft absolut ungeeigneten "Rollen". Darunter leidet das "faszinierende Geschöpf" - muß sich doch oft erst wieder als "Partnerin" wiederfinden. Denn berufliche Lebens-"Härte" paßt doch irgendwie nicht zu diesen romantischen Vorstellungen, oder?

Es hat nichts mit einem oder dem jeweiligen Beruf zu tun - das ihren "Mann stehen" soll darauf hinweisen, daß die Frauen heute durch den Beruf teils sehr extrem beansprucht werden. Es gab auch Zeiten, wo die Frau entsprechend ihren "weiteren" Eigenschaften mehr Frau sein konnte, sich nicht im harten Erwerbsalltag in „gleichen Berufs-Rollen" aufreiben mußte.

Ist es eine erstrebenswerte Vorstellung, wenn eine Frau total fertig von der Arbeit ist - und mit ihren Gedanken nicht abschalten kann, weil der Druck, ihren Job nicht zu verlieren über allem schwebt? Endlich hat sie es zwar geschafft, sich etwas aufzubauen - und wie viel schwerer mußte sie dafür arbeiten - immer mit der Furcht im Hintergrund, alles wieder zu verlieren?!

Männer haben diesen Druck auch - Frauen, denke ich, in gleicher Position stärker. Keinem sei diese Belastung gewünscht - jeder sucht doch eigentlich einen Ausweg daraus.

Und: Hat so etwas nicht auch Auswirkungen, daß man nicht Frau oder Mann so sein kann, wie es „richtig" wäre? Nur wenn man weiß, wie Frauen sein können, bedauert man zutiefst, wieviel durch "unsere Gesellschaft" gerade in dem angegeben Bereich beschädigt wurde.

Darum gerade muß es doch eigentlich unser aller „Ziel" sein, von diesen Rollen wegzukommen, von falschem „Selbstbestätigungsstreben" - hin zu einem natürlichem "Sein" von Frau und Mann - und dafür bietet unser Alltag zu wenig Raum - im wörtlichen Sinne.

Gibt es also - so provokant es klingt - einen "Verlust der Weiblichkeit"? Nein - es sind ja Grundeigenschaften - glücklicherweise.

Aber die Zeit und Gelegenheit diese Eigenschaften "auszuleben" und auch im Miteinander verstärkt einzubringen, das ist das, was ich bemängele. Und deshalb verstehe ich so viele, die "aussteigen" möchten - sich neben dem Berufs- oder Familiendruck doch noch die Zeit schaffen wollen "zu leben".

Was nützt mir also eine zu bewundernde Weiblichkeit, wenn beide Seiten keine zeitliche Gelegenheit haben, sie zu genießen...?

Das klingt egoistisch - ist auch so gemeint...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Admin« (02.07.2011, 10:25)

Bild 15.11.2008, 02:20
Offline Admin Männlich
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...Und was ist mit unseren lieben Männern?
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"...Oft sind sie einfach erschöpft nach dem Berufsalltag - oder sie sind von den Frauen, die einfach die spirituellen Schritte schneller gingen, überfordert worden..."

Es ist eigentlich genau so - aber eben noch ein ganz schönes Stück schlimmer: Bis spätestens Mitte dreißig sind alle Frauen so von ihrer "Männer-Welt" desillusioniert, daß oft nur noch die gemeinsamen Kinder die Verbindungen zusammenhalten.

Die Frauen entwickeln sich weiter - die Männer bleiben nicht nur stehen, entwickeln sich durch die beruflichen und familiären Belastungen sogar zurück. Die oft noch vorhandenen Hoffnungen der Frauen werden also sogar noch schlimmer enttäuscht.

Es ist aber auch eine gedankliche Trägheit und Verlagerung der Lebens-Interessen-Schwerpunkte, die diese Entwicklung verursacht. Ich kenne eigentlich nur "Ausnahmen", wenn Schicksals-Schläge wie z.B. Krankheiten zum Einhalt und Nachdenken zwangen.

Gut - und dann gibt es noch diejenigen, die sich da eine "Rolle" antrainiert haben, um bei den Frauen besser anzukommen. Aber das merkt man schnell.

Insgesamt aber eine ungute Entwicklung. Weshalb es immer wichtiger wird, auf die Leute zuzugehen - ihnen einfach nur die Existenz einer neuen "Möglichkeit" aufzuzeigen.  

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Admin« (22.11.2008, 00:11)

Bild 15.11.2008, 02:23
Offline Admin Männlich
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Kann die Frau dem Mann helfen - mit Geduld und Liebe?
# 3 Zum Seitenanfang

Das klingt wunderschön - und ist mit viel Hoffnung formuliert. Das kann man sich auch so wünschen. Nur sollte man auch die folgende alternative Situation bedenken:

Wenn diese Art der Bemühungen der Frauen schließlich ins Leere laufen, wenn jedes Wort einer Frau in dieser guten Absicht nur noch zu einer weiteren Vergrößerung des Abstands zu "ihrem" Mann wird. Weil es schon lange keine Basis für gemeinsame Gespräche, kein Interesse an ihren Gedanken und Wünschen gibt.

Und das ist meist doch die Realität. Denn nicht alle haben ewig die Kraft "für zwei" - den Mann über lange Zeit mitzuziehen. Ja, sie kommen in Situationen beim "Bedenken ihres Lebens", wo sie selbst Unterstützung, Beistand und Rat benötigen - dann eigentlich nur noch einen "Tritt" als Entgegnung bekommen. Und: So kann man denn dann wirklich nicht leben.

Wenn ein Mann mit Anfang 40 schon die Tage bis zu seiner Rente zählt, hat er keinen Sinn mehr für "blühende" Gedanken über die Lebensgestaltung, über gemeinsamen Aufbruch in neue Welten - er ist "alt". Und: Wenn dann die Partnerin nicht bereit ist, auch zu "resignieren"?!

Wir schaffen uns mit unseren Gedanken und Idealen eine "neue Welt" - bauen uns täglich eine neue wundervolle Zukunft ... - geht das mit einem Anker, einem Bremsklotz?

Bild 15.11.2008, 02:24
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