Forum - Die größte Liebe meines Lebens bleibt unerfüllt
Die größte Liebe meines Lebens bleibt unerfüllt
Wie kommt man aus dieser Sackgasse wieder heraus?
"Ich weiß, daß immer noch eine große Liebe - die nicht lebbar scheint - in meinem Herzen ist. So erfahre ich in neuen Begegnungen eine Distanz, die aus mir selbst heraus produziert wird - alle sind da doch nur zweite Wahl..." Wer das nicht selbst erlebt hat, kann solch eine Ratlosigkeit nicht verstehen. Gerade auch den Ausdruck, daß alle anderen "nur zweite Wahl" sein könnten, bringt einen doch zur Verzweiflung. Was soll das alles dann überhaupt noch?!?! Schlimmer wird es dann eventuell auch noch dadurch, daß der andere eigentlich der gleichen Meinung in der Bewertung der Besonderheit ist - es aber für ihn Gründe gibt, einen anderen Weg zu wählen. Was hat das noch mit den erträumten Idealen zu tun - die ja scheinbar in Erfüllung gingen - aber nicht in der Realität Bestand haben können? Was soll das alles also nur? Und: eigentlich kann einen jeglicher "Ersatz" nicht trösten, ist eher eine Belastung der noch lebendigen alten Gefühle. Der einzige Ausweg: Akzeptiere es als Lektion (klingt einfach - aber eigentlich so sinnlos ...) in der Form, daß man sich vorstellt, was einem diese Begegnung an Erkenntnissen gebracht hat. Besonders: In welchen Punkten habe ich mich neu entdeckt, verschüttetes der Vergangenheit ist wieder an die Oberfläche gekommen - Teile von mir, die mich jetzt wieder vervollständigen! Und das Erleben-Dürfen dieser Begegnung und der damit noch immer vorhandenen Gefühle! Über all das empfindet man so viel Dankbarkeit - kann wirklich glücklich sein. Und vielleicht gibt das dann auch die Kraft, weiter voraus zu blicken - obwohl man sich nicht vorstellen kann, daß das Erlebte übertroffen oder gar erreicht werden könnte. Aber das Bewußtsein, diese Besonderheiten und sich empfangen und erkannt zu haben, sollte ausreichen, nicht mehr nur zurück zu blicken. Es geht - braucht aber Zeit. Aber in solcher Situation darf man auch noch von etwas anderem ausgehen: Jetzt wird man es nicht verstehen - nicht glauben können - aber es ist so. Die einzige Voraussetzung ist: Man muß sich treu bleiben - seinen Wünschen und seinen Idealen. Und eben nicht "die zweite Wahl" ergreifen - sozusagen aus Frust und Resignation. Im Moment wird man das alles als leeres Gerede von sich weisen - als versuchten Trost, als übliche "esoterische Schönrederei". Aber ich habe es so erlebt - es ist wirklich möglich, kein Wunschdenken. Und es ist - gerade so, wie man sich jetzt so schlecht fühlt - eigentlich nicht vorstellbar. Denn - hatte man das endlich gefunden, was man sich immer ersehnte - versteht nun die Welt nicht mehr - daß es nicht "das" sein soll?! Wie kann es da noch etwas Besseres geben, hat man doch eigentlich das Optimum vor Augen? Nun - das Leben bietet einem mehr, als man sich mit unserem begrenzten Wissen und Wünschen ausmalen kann - ja wirklich, unsere Wünsche können übertroffen werden! Und eben auf ganz andere Art und Weise, als wir denken. Wir dürfen eben nicht aus der Vergangenheit unsere Maßstäbe dabei einsetzen - und uns selbst damit begrenzen. Was soll man also wünschen, sich vorstellen? Man wird da keine Antwort finden, die das jetzige Bild übersteigt - also sollte man damit aufhören, sich über eine Alternative Gedanken zu machen - es wird nur Traurigkeit bringen. Am besten geht man ein ganz bißchen anders vor - bringe sich in einen Zustand ganz losgelöst vom "Jetzt" - entspannt sich total und „denkt" sich einfach in die Zukunft hinein, spürt sie - ist offen für ein Gefühl aus der Zukunft! Und empfindet eine ganze feine, ganz leise Schwingung - ein feines Surren, Summen - ganz vorsichtig beginnend - das einen mehr und mehr einnimmt und ausfüllt - und was einfach nur mit "Wundervoll" zu bezeichnen ist. Das ist die Liebe, die auf einen wartet - etwas Schöneres gibt es nicht. Nicht so laut und verwirrend, wie das Gefühl "Verliebtheit" - aber kräftiger und durchdringender. Und es wird einen leiten, sich selbst treu zu bleiben - optimistisch nach vorne zu schauen. Und damit sind wir wieder bei der Frage: "Bin ich bereit für eine Beziehung?". Wenn man sich auf dieses "Fühlen der Zukunft" einläßt, wird man die Antwort selbst erfahren. Und den Zwischenweg - mit all den Holprigkeiten des Moments - auch einigermaßen durchstehen.
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