Ein recht wichtiges Thema... - weil die meisten da doch "Probleme" mit sich haben.
Als Beispiel stand ich jetzt vor einigen Fotos von mir - und überlegte wirklich, ob ich das bin: Hatte Schwierignkeiten, diese Person auf den Bildern zu akzeptieren.
Ein paar Gedanken - wie man mit diesen Problemen der "Selbst-Sicht" umgehen kann:
1. Überlege einmal, durch welche Informationen die Menschen um Dich herum sich ihr Bild von Dir machen
2. Erzähle einmal bewußt Dinge von Dir etwas extremer, übertriebener - und warte auf die Rückwirkung von dritter Seite...
3. Sei vorsichtiger bei dem, was Du anderen über Dich erzählst - sie haben ja nichts anderes, Dich zu beurteilen
4. Schaue Dir vor einem Spiegel 5 bis 10 Minuten - ohne Unterbrechung - in die Augen. Das ist sehr hart ...
5. Nimm einige Fotos - auch aus der Vergangenheit - und sieh Dir diese Person an, was fühlst Du?
6. Mache Fotos von Dir selbst - und erkenne Deine "verschiedenen Seiten"
7. Schau Dir Gleichaltrige an - und ordne Dich gefühlsmäßig zu ihnen ein - vom Alter her ...
Ja - es ist ein ganz schön schwieriges Thema, sich ein "korrektes" Bild von sich selbst zu machen - es ist sicher nicht das, was im Moment real wäre ...
Und: Wie kompliziert ist es dann für andere, Dich richtig "zu sehen" - von den zwangsläufig begrenzten Informationen, die sie besitzen?
Mein "Hauptproblem" ist die Alters-Einschätzung - nein, es ist keine Verdrängung - ich fühle mich einfach anders, jünger, als es Außenstehende auf den ersten Blick einschätzen können, würden - einfach auch genetisch bedingt.
Und entsprechend wird man von anderen auch falsch - also für einen selbst unverständlich - eingeordnet. Auch von den menschlichen Eigenschaften und Interessen - aber vorher sollten sie auch wissen, wer ich wirklich bin?
Gleiches gilt aber auch für seinen Partner: Man sieht ihn mit "anderen Augen" - fühlt ihn teils mehr als man ihn optisch wahrnimmt - wundert sich oft, daß andere ein ganz anderes Bild von ihm haben.
Vielleicht ist das ein Zwischenschritt, um zu lernen, sein eigenes Bild zu vervollkommnen? Aber ist das überhaupt notwendig?
Ich denke, daß ich mit diesen zwei Bildern von mir leben muß - dem eigenen und dem der anderen - Hauptsache ist, daß ich mit dem eigenen von mir zufrieden bin...
Denn das äußere ist von mir nur zum Teil zu gestalten - viele "arbeiten mit ihren Interessen" daran, mich so darzustellen, wie sie es "brauchen". Wozu sich also darüber aufregen?!