Forum - Bin ich einem Partner „zumutbar“?!
Bin ich einem Partner „zumutbar“?!
Liegt es immer nur am anderen?
Bin ich einem Partner „zumutbar“?!
Bisher haben wir uns alle hauptsächlich mit unseren Wünschen und Vorstellungen von einem Partner beschäftigt, Bilder von dem idealen zukünftigen Zusammenleben gemacht. Und auch, ob wir „innerlich“ dafür bereit sind - was wir für dieses Miteinander erwarten und erreichen wollen.
Auch trotz all dieser intensiven „Vorbereitung“ kann dieses „Projekt“ aber scheitern! Haben wir auch nichts vergessen? Denn wer ist schon wirklich ehrlich zu sich selbst? Stellen wir uns deshalb folgende Fragen: 1. Habe ich meine vergangenen Beziehungen wirklich restlos „verarbeitet“? 2. Suche ich in einer neuen Partnerschaft nur den Ersatz für etwas unerfüllt gebliebenes? 3. Will ich – egal wie – nur nicht mehr allein sein?
4. Bin ich bereit, auf bestimmte Gewohnheiten zu verzichten, um dem anderen einen Gefallen zu bereiten? 5. Sind meine zwischenzeitlich erworbenen Angewohnheiten und Verhaltensmuster überhaupt noch „gesellschaftsfähig“? 6. Kann ich auch einmal – aus Rücksicht auf den Partner – meine eigenen Vorstellungen und Pläne zurückstellen?
7. Bin ich bereit, „Raum“ in meinem Leben frei zu machen, so daß er überhaupt einen Platz bekommt? 8. Habe ich genug Erfahrungen verarbeitet, um nicht im neuen Miteinander die alten Probleme erneut aufleben zu lassen? 9. Benötige ich eine Beziehung für mein Selbstwertgefühl – und zur äußeren Selbstdarstellung?
10. Interessiere ich mich nicht vielmehr für eine „Teilzeit-Beziehung“, um ungehindert so weiterleben zu können, wie bisher? 11. Habe ich mich „gehen lassen“ – bin körperlich und bei den Manieren aus den „Normen gelaufen“? 12. Sehe ich mehr die Erlebnisse der Vergangenheit als „mein Leben“ – oder erwarte ich noch etwas Besonderes?
13. Was „bin ich bereit zu teilen“? 14. Bin ich lernfähig – kann ich auch andere Ansichten und Gewohnheiten „mir zu eigen“ machen? 15. Was hält mich in der Vergangenheit fest, versperrt mir den Blick auf die Zukunft?
Welche Fragen fehlen hier noch?!
Und: Gibt es eine einzige, die ich nicht vorbehaltlos positiv beantworten kann, sollte ich mich da nicht erst noch ein wenig mehr „mit mir selbst“ beschäftigen, als mich suchend „nach außen“ zu orientieren?
Warum ist das so wichtig? Wenn ich mich nicht selbst „gefunden“ und „sortiert“ habe, belaste ich eine mögliche Beziehung gleich wieder so, daß ich sicher nicht lange Freude daran finden werde. Und: Sicher auch wieder an die falsche Person gerate …
Viel Spaß beim „Nachdenken“! Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Admin« (15.11.2008, 01:38)
Das Bild von sich selbst
Ich möchte die Aufmerksamkeit noch mehr auf das „Ich" zurückführen - eben nicht theoretisch weitschweifig, sondern an praktischen Beispielen - eigenen Erfahrungen. Wir haben bei Partnervermittlungs-Profilen die verschiedensten Rubriken zum Ausfüllen. Daraus können sich z.B. folgende zwei unterschiedlichen „Fehl-Reaktionen" ableiten: Stichwort „Ausbildung" Stichwort „Reise - kosmopolitisch" Es geht bei diesen beiden Situationen um die richtige „Selbstsicht" - ohne falsche Selbstbeschränkung aber mit ehrlicher „Selbsteinschätzung". Gut - es sind dieses Randthemen - und ich höre auch schon wieder die großen Mahner, daß so etwas doch nicht den Schwerpunkt einer Beziehung ausmachen dürfe, man sich einfach vertrauensvoll auf den Partner zubewegen solle. Diese Stimmen haben natürlich recht - hundertprozentig. 100% ? - Nein - lassen wir es erst einmal bei 90 %. Denn es geht hier nicht um mehr oder minder gleiche Interessen - um die jeweils eigenständigen Bereiche - das muß natürlich alles sein - damit soll nicht schon wieder abgelenkt werden. Wichtig ist das gleiche „Lebens-Gefühl". Was weiß ich darüber für mich selbst? Zwei Menschen können noch so viele gleiche Interessen und Eigenschaften haben - aber, wenn der eine die Tage bis zur Rente zählt, für den anderen aber keine Grenze je existieren wird - wie soll da eine wirkliche Harmonie entstehen? Zur Verdeutlichung: Praktisch gesehen: Ich heiratete eine unsportliche Familie - verzichtete auf das Skilaufen, aus Schwimmen wurde Baden - alles kein Problem. Es gab wichtigeres für die Gemeinschaft. Der andere Fall: Ich „brauche" meine Zeit für Meditation und Selbstbesinnung. Und ab und zu eine ganze Nacht mit Durchsagen und Visionen, die mir wieder eine besondere Bestandsaufnahme auf meinem Weg ermöglichen. Wenn das vom anderen nicht akzeptiert wird, ich mich hier „verstecken" muß, fehlt ein wesentlicher „Lebens-Faktor". Der Schritt vom Miteinander zum Nebeneinander ist dann vorbestimmt. Und damit das Ende. Darum stelle ich auch die vorigen „90%" in Frage - wenn nicht das gleiche Lebens-Gefühl vorhanden ist. Bei „uns spirituell Interessierten" ist da schon eine grundsätzlich einfachere Grundkonstellation gegeben. Aber: Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß nicht alles über gleiche Themen und Interessen abzudecken ist. Nur vom Gefühl aufeinander zugehen ist gut - das wichtigste. Da erkenne ich dann schließlich auch, ob es ein in die Zukunft gerichtetes „Wir-Gefühl" geben kann und wird. Und dafür sollten die „15 Fragen" dienen - sich auf sich selbst und seinen „Kern" zu konzentrieren. Diese „Selbst-Erkenntnis" führt einen sicher voran - nur: die gedankliche Arbeit sollte schon gemacht werden, um nicht zu viele kurzzeitige „Spiegel" zu benötigen, oder?
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