Erst der Kater, dann der Krebs - Alkoholwirkung

Erst der Kater, dann der Krebs - Alkoholwirkung

 Wer regelmäßig zu viel trinkt, der erhöht sein Krebsrisiko signifikant

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Rotwein zum Festmenü, Champagner an Silvester – im Dezember fließt der Alkohol in Strömen. Dabei verträgt der Körper kaum Hochprozentiges, ohne Schaden zu nehmen.

Im Advent gibt es kein Fest ohne Grog, Glögg oder Jagertee, keine Weihnachtsfeier ohne Glühwein oder Punsch. Alkoholische Heißgetränke gehören hierzulande zur Vorweihnachtszeit wie Bier aufs Oktoberfest. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Frauen nicht mehr als zehn Gramm Alkohol pro Tag, Männer höchstens 20 Gramm konsumieren sollten. 20 Gramm Alkohol entsprechen gerade einmal 0,5 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein.

 Viel ist es also nicht, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihren Nährstoff-Referenzwerten als „akzeptable Menge an Alkohol für gesunde Frauen und Männer“ ausweist. Die Ernährungswissenschaftler betonen außerdem, dass diese tolerierbaren zehn beziehungsweise 20 Gramm pro Tag „nicht als Empfehlung verstanden werden dürfen, jeden Tag Alkohol zu trinken“. Die strikte Haltung basiert auf zahlreichen Studien, die den regelmäßigen und/oder übermäßigen Alkoholkonsum für gravierende gesundheitliche Schäden verantwortlich machen – von Entwicklungsstörungen Ungeborener bis zur Leberzirrhose.

 Mit jedem Glas steigt das Krebsrisiko

Auch als Risikofaktor für Krebserkrankungen ist Alkohol seit Langem bekannt. Italienische Wissenschaftler haben diese Gefahr in einer aktuellen Übersichtsarbeit bestätigt. Ihre Auswertung diverser Metaanalysen kam zu einem klaren Ergebnis: Jedes Glas über die akzeptable Menge hinaus erhöht das Krebsrisiko. Beließen es die Konsumenten dagegen bei „einem Drink pro Tag“, könnte diese Zurückhaltung 90 Prozent der alkoholbedingten Krebsfälle von Männern und 50 Prozent der entsprechenden Erkrankungen von Frauen verhindern.

01.12.2011, 16:52 von Admin | 3373 Aufrufe
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